1) Was ist Lerncoaching?


Im Rahmen eines Lerncoaching steht vor allem das „Wie lerne ich“ im Vordergrund, weniger das „Was“. Es handelt sich also nicht um Förderunterricht bzw. klassische Nachhilfe. Das eigentliche Ziel der Beratung legt die/ der Lernende selbst fest. Der Lernende soll dazu befähigt werden, seinen Lernprozess selbstregulierend zu steuern, um effektiver und zufriedener zu lernen, indem er Verantwortung für seinen Lernprozess übernimmt, diesen reflektiert und bewusst steuert.
Hierzu gehören u.a.
- Fehlen individueller Lernstrategien
- Lernblockaden und andere, vor allem emotionale Lernhürden
- fehlende Lust am Lernen und Einbruch der Lernmotivation

Daher bedeutet eine Beratung beim Lerncoach nicht, dass sich die Noten in einem bestimmten Fach sprunghaft verbessern, vielmehr geht es darum, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu begleiten, ihr Lernen in die „eigene Hand zu nehmen“.

Im Lerncoaching geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler begleitet durch die Lerncoaches ihre Probleme erkennen und benennen, sich selbst Ziele setzen und individuelle Lösungen hierfür erarbeiten. Hierzu gehört einerseits die Aneignung eines angemessenen Repertoires an Lernstrategien, um einen Weg zum Selbstmanagement im Lernprozess finden, und andererseits das Entdecken und Nutzen von Ressourcen zum erfolgreichen Umgang mit Lernschwierigkeiten und emotionalen Lernhürden.

Lerncoaching ist ressourcen- und nicht defizitorientiert.

Das Lerncoaching ist ein Angebot für alle Schülerinnen und Schüler der HLS.

Das Coaching findet in freien Zeiten des Lerncoaches statt und kann deshalb Unterrichtszeiten der / der Lernenden betreffen. Die Planung der Treffen findet auch in Absprache mit den Fachlehrkräften statt.

2) Rolle des Coaches

Der Lerncoach übernimmt in der Beratung nicht die Rolle eines Experten, sondern leitet einen Prozess bei Lernenden an, der ihn selbst zu seinen Problemen, Zielen und Ressourcen führen soll. Richtig ist einzig und allein, was der Coachee für seine persönliche Entwicklung, für sein Wohlbefinden für richtig hält. Das Ausprobieren, revidieren, korrigieren von Strategien und Maßnahmen gehört zum „Lösungsprozess“ dazu.

3) Teilnahmevoraussetzungen

Lerncoaching beruht auf Freiwilligkeit seitens der/des Lernenden. Außerdem ist eine Verbindlichkeit, d.h. das eigenverantwortliche Mitwirken und die regelmäßige Termineinhaltung eine Voraussetzung. Es herrscht absolute Vertraulichkeit über Gesprächsinhalte, die nicht an Dritte (Klassenlehrkräfte, Fachlehrkräfte, Erziehungsberechtigte, Mitschüler*innen) weitergegeben werden dürfen. Die Schülerinnen und Schüler informieren sich eigenverantwortlich über versäumten Stoff und anzufertigende Hausaufgaben.